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5 Gründe um nach Panama zu reisen

Aktualisiert: Okt 5

Natur & Artenvielfalt erleben

Plinio Montenegro, lokaler Reiseleiter in Chiriquí & Spezialist für Naturwanderungen


Die Provinz Chiriquí ist der perfekte Ort, um die Natur und Tierwelt in Panama mit ihren unterschiedlichen Lebensräumen kennen zu lernen, wie z.B. den pazifischen oder karibischen Regenwald und die Nebelwälder der Kordilleren.

Das Interesse unserer Besucher am Ökotourismus ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Obwohl es ein relativ kleines Land ist, beherbergt es durch seine spezielle geschichtsgeografische Lage als Brücke zwischen zwei Kontinenten eine faszinierende und einzigartige Artenvielfalt, kombiniert mit traumhaften landschaftlichen Regionen. Besondere Bedeutung unserer Artendiversität von Flora und Fauna hat der große Reichtum an endemischen Arten und Unterarten.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist es biologische Korridore zu erhalten, wiederherzustellen und zum Schutz der Natur und Umwelt beizutragen. Die Aufgabe besteht darin, dies in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung zu gestalten und sie von den Vorteilen der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen profitieren zu lassen.

Wir arbeiten stetig an neuen Formen des Tourismus und kombinieren touristische Aktivitäten unter anderem mit entomologischen Untersuchungen, mit speziellem Augenmerk auf Käfer- und Nachtfalterarten. Wir nutzen dieses erworbene Wissen aus unserer Arbeit, um Besuchern Orte zu zeigen, die seltene Amphibien und Reptilien beherbergen. Außerdem möchten wir mit dem Ausbau des Agrotourismus die Verschmelzung verschiedener Ökosysteme und die nachhaltige, ressourcenschonende Bewirtschaftung dieser Lebensräume zeigen.

Unsere Motivation ziehen wir täglich daraus, durch den nachhaltigen Tourismus diese einzigartigen Schätze der Natur zu erhalten und unseren Besuchern auch in Zukunft unvergessliche Momente zu ermöglichen.

Indigene Kulturen entdecken

Gertrud Bauhaus, aus Deutschland kommende Reiseleiterin, seit 14 Jahren in Panama

Panama ist bekannt für seine multikulturelle und multiethnische Bevölkerung. Unsere sieben indigenen Volksgruppen machen über 10% dieser Bevölkerung aus. Sie leben im Dschungel, auf kleinen Inseln oder in den Bergen. Sie sprechen verschiedene Sprachen, kleiden sich unterschiedlich und haben diverse Schöpfungsgeschichten, aber alle verbindet die Liebe zur Natur und zur traditionellen Lebensweise.

Der Tourismus gibt ihnen eine Möglichkeit zum Gelderwerb, ohne ihre Stammesgebiete verlassen zu müssen. Das Interesse, dass Besucher an ihrer Kultur und ihrer Lebensweise zeigen, hat ihnen ein neues Selbstwertgefühl gegeben. Es kommt zu einem einmaligen Kulturaustausch, wo eventuelle Berührungsängste durch die strahlenden Augen der freundlichen Kinder auf die netteste Art überwunden werden.

Eine der bekanntesten Gruppen sind die Gunas. Sie leben auf den 365 Inseln des San Blas Archipels. Ihre Molas, eine mehrschichtige farbenfrohe Textilhandarbeit auf den Blusen der Frauen, sind weltberühmt. An ihren Festen und Ritualen teilnehmen zu dürfen ist eine unbeschreibliche Erfahrung.

Sowie die Gunas mit dem Meer, leben die Emberá und Wounaan mit dem Fluss. Auf meisterhafte Weise manövrieren sie ihre Einbäume stromauf und -abwärts. Ihre kleinen Dörfer strahlen eine unglaubliche Harmonie und tiefen Frieden aus. Sie bemalen ihre Körper mit einer Tinte aus der Jagua Frucht und haben ihre Freude an Musik und Tanz. Die Körbe, Teller und Masken, die die Frauen herstellen, sind von unglaublicher Schönheit. Die Männer schnitzen Wunderwerke aus edlem Palisanderholz und der Taguanuss.

Ngobé und Buglé Indianer leben in den westlichen Bergen und einige an der an Costa Rica grenzenden westlichen Karibikküste. Die Frauen sind in ihren langen einfarbigen „Nagua”-Kleidern leicht zu erkennen. Nicht wenige dieser Indianer leben unglaublich abgeschieden und sind die ärmsten aller Indianergruppen. In den Monaten der Kaffeeernte verdingen sie sich als Tagelöhner, aber langsam schaffen sich Pionierprojekte wie organische Kakaoplantagen Raum, sowie Ausflüge und einige Dörfer bieten sogar Übernachtungsmöglichkeiten an.

Adrenalin, Abenteuer, Neugierde, Naturschönheit, Kultureinblicke, Freundschaft schließen, Kennen lernen, Teilnehmen, Freude, Harmonie; die Worte reichen nicht aus, um eine Begegnung mit unseren Indianern zu beschreiben. Finden Sie Ihre eigenen Worte.

Den Panamakanal bereisen

Augusto "Gus" Villarreal, lokaler Panamakanal Tourguide seit mehr als 20 Jahren

Panama ist mit entscheidenden geschichtlichen Ereignissen von großen Nationen verbunden und verfügt als „Brücke der Welt“ über eine spannende Vergangenheit, welche bis heute nicht an Bedeutung verloren hat!


Spanien: Die ersten Europäer die 1501, panamaischen Boden betraten, waren die Teilnehmer einer spanischen Expedition unter Leitung des Eroberers Rodrigo de Bastidas. Im Oktober 1502 erreichte auch Kolumbus Panama. Seitdem besitzt Panama aufgrund seiner geographischen Lage eine wichtige strategische Position. Die Spanier machten die Region zu einem Knotenpunkt zwischen den Meeren und einem wichtigen Handelszentrum innerhalb des spanischen Kolonialreiches. Über die Handelswege des Isthmus von Panama (Landenge zwischen Atlantik und Pazifik) wurde ein großer Teil des Warenverkehrs zwischen Spanien und den neuen Kolonien organisiert.

Großbritannien: Der wirtschaftliche Boom und die Konzentration von unvorstellbaren Reichtümern, die über Panama nach Europa gelangen sollten, zogen auch Piraten an. Der englische Freibeuter Francis Drake verwüstete 1596 die Hafenfestung Portobelo und der walisische Priatenkapitän Henry Morgan plünderte 1671 die erste spanische Ansiedelung in Panama Stadt und brannte sie nieder. Sogar das unabhängige Königreich Schottland bemühte sich um eine Kolonialisierung des panamaischen Darién. Als dies scheiterte, war der wirtschaftliche Schaden so groß, dass letztendlich die Bemühungen unabhängig zu bleiben aufgegeben werden mussten und Schottland Teil des Königreichs Großbritannien wurde!

Frankreich: Nach der Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1821 wurde Panama Teil des unter der Führung Simón Bolívars gegründeten Staatengebildes „La Gran Colombia“. In dieser Zeit erhielt der französische Unternehmer Ferdinand de Lesseps (Erbauer des Sueskanals) den Auftrag zum Bau eines neuen transozeanischen Kanals am Isthmus von Panama. Nach knapp 10 Jahren mussten die Arbeiten am Kanal durch den Bankrott der französischen Gesellschaft eingestellt werden. Zurück blieben ein finanzielles Fiasko und der enorme Preis an verlorenen Menschenleben während des Baus. Dies führte fast zum Sturz der französischen Regierung.

USA: Die Vereinigten Staaten unterstützten Panama bei seinen Bestrebungen zur Unabhängigkeit von Kolumbien und unterschrieben 1903 ein Abkommen mit der nun neu gegründeten Nation über die Fertigstellung und den Betrieb des Panamakanals. An der Zusammenarbeit dieser Nationen profitierte Panama in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht, wodurch das kleine Land über die Jahrzehnte hinweg bis heute zu einem der stabilsten Länder der Region wurde. Nach über Generationen anhaltenden Bemühungen und zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen zur Rückerlangung der staatlichen Souveränität über die Kanalzone, erlangte Panama schließlich am 31. Dezember 1999 die uneingeschränkte Kontrolle über den Kanal.

Mit seinen nun 106 Jahren etablierte sich der Panamakanal zu einer wichtigen Route des internationalen Seehandels.

Jährlich passieren 14.000 Schiffe die Passage zwischen Atlantik und Pazifik. Mit den neuen hochmodernen Schleusen und der Fertigstellung der Kanalerweiterung im Juni 2016 ist der Panamakanal bestens für die Zukunft gerüstet und bleibt die beste Option als sichere und effiziente Route zwischen den beiden Weltmeeren. Der Besuch dieses einzigartigen Bauwerks bei keiner Panamareise fehlen!

Abseits des Massentourismus

Uwe & Berit Nebel, Eigentümer Finca Buena Vista in Las Lajas


Vor 15 Jahren war Panama für uns ein Land, das in Mittelamerika liegt, einen gleichnamigen Kanal hat, in einer Kindergeschichte von Janosch erwähnt wurde und es den alten Schlager „Der Mann mit dem Panamahut" gibt.


Eine Geschäftsreise führte uns in dieses Land und so hieß es erstmal, ein paar Infos zu sammeln. Viel fand man damals nicht, war aber eigentlich auch nicht nötig, wir wollten ja eh nur eine knappe Woche bleiben. Aus dieser Woche sind fast 15 Jahre geworden, in denen uns das Land nicht mehr loslässt. Seit 12 Jahren ist es unser neues zu Hause und ständiger Wohnsitz.

Begeistert hat uns von Anfang an die atemberaubende Natur, die Vielfältigkeit der Landschaft und die absolute Freundlichkeit der einheimischen Bevölkerung. Touristisch damals noch am Nullpunkt, ohne entsprechende Infrastruktur und mit Sprachkenntnissen der Einheimischen, die sich lediglich auf Spanisch beschränken und dieses auch oft mit stark ausgeprägtem regionalem Dialekt. Es war anfänglich sehr spannend! Aber gerade diese Ursprünglichkeit hat uns gereizt, etwas Neues auf die Beine zu stellen und so haben wir in Las Lajas in der Provinz Chiriquí ein Grundstück erworben mit dem Plan, ein kleines Hotel zu errichten. In unserem kleinen Ort gab es bis dahin gar nichts, kein Hotel oder Hostal, kein Restaurant was diesen Namen verdienen würde. In einem kleinen Supermarkt im Dorfzentrum wurde zumindest die Grundversorgung sichergestellt.

Heute nach fast 15 Jahren denken wir immer noch mit einem Lächeln an diese Anfänge zurück. Seit 10 Jahren gibt es unser kleines individuelles Hotel, die Finca Buena Vista, in dem wir sowohl nationale, aber hauptsächlich internationale Gäste begrüßen, um diesen dieses wunderschöne Land näher zu bringen. Mit lediglich 4 Zimmern bleibt uns genügend Zeit, um uns individuell um unsere Gäste zu kümmern, sei es mit vielfältigen Touren in die Umgebung oder auch mit einem gemeinsamen Besuch der einheimischen Feste. Gefeiert wird in Panama eigentlich jedes Wochenende, ein Grund findet sich immer…

Aber auch das Dorf hat sich entwickelt. Ein zweiter Supermarkt ist entstanden und das Warenangebot hat sich sichtlich erweitert. Wir verfügen mittlerweile über 5 Restaurants, die auch den verwöhnten Gaumen nicht enttäuschen, eine italienische Eisdiele rundet das kulinarische Angebot ab. Das Einzige, was sich nicht entwickelt hat, ist der Strand von Las Lajas. Mit seinen fast 20 Kilometern Länge, der längste zusammenhängende Strand von Panama, besticht er durch seine palmengesäumte menschenleere Weite, die nur an den Wochenenden durch die einheimische Bevölkerung geringfügig unterbrochen wird. Ob das natürlich ein Mangel ist, darüber lässt sich trefflich streiten…

Das Land der Kontraste

Barbara Weissinger, bereiste Panama im Jahr 2019

Den Panamakanal, eines der sieben Weltwunder der neuen Welt, von Menschenhand erschaffen, kennt jeder. Auch das Buch von Janosch „Oh wie schön ist Panama“ ist bestimmt vielen seit ihrer Kindheit bekannt. Doch Panama bietet so viel mehr als nur den Kanal. Das Land ist an Schönheit und Vielfalt kaum zu übertreffen.


Was mich persönlich fasziniert hat, waren die vielen verschiedenen klimatischen Bedingungen. Von sehr heiß und trocken bis zu angenehmen frischen Temperaturen in den Hochebenen. Panama ist auch sehr reich an Kultur und Natur. So gibt es die Altstadt Casco Antiguo im kolonialen Stil, Ruinen wie die von Panama Viejo oder die Festung San Lorenzo. Im Landesinneren auf der Halbinsel Azuero die Tradition der Pollera Schneidereien und Maskenbildner.

Ein spezieller Moment war der Ausflug zu einem Emberadorf im Chargres Nationalpark und die Übernachtung. in einer Lodge der Gunas auf den San Blas Inseln, sowie der Besuch einer Kakaofarm der Ngöbe im Nordwesten des Landes. Besonders inspiriert hat mich der kulturelle Reichtum und die außerordentliche Gastfreundschaft dieser drei sehr unterschiedlichen indigenen Stämme.

Die eindrucksvolle Natur darf auch nicht vergessen werden. So gibt es immergrüne Dschungelwälder in denen sich eine große Vielfalt an verschiedenen Tieren vorfindet. Faultiere, Affen, Vögel, Schlangen, etc.

Strände gibt es in allen Formen und Farben. Klassische karibische Inseln mit weißem Sand und glasklarem Wasser, typische Pazifikstrände die oftmals kilometerlang sind und einen dunkleren, vulkanischen Sand haben. Dazwischen kleine, private Buchten.

Panama ist in wunderbares, hochinteressantes Land, in das ich sehr gerne zurückkehre. Es gibt viel, das sich lohnt zu sehen und kennen zu lernen.

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